Berlin, London, 21. Mai 2021 – Plentific, die führende Plattform für smarte Immobilienverwaltung, veröffentlichte heute die Ergebnisse einer Umfrage zur Mieterzufriedenheit. In einer Zeit in der intensiv über mangelnden Wohnraum, den Mietendeckel und schlechte Zustände in Mietshäusern diskutiert wird, untersuchte Plentific die Mieterzufriedenheit im deutschen Wohnungsmarkt, indem Sie die Mieter selbst befragte. So kann das Unternehmen wertvolle Einblicke gewähren, und aufdecken wo für Vermieter akuter Handlungsbedarf besteht.

Cem Savas, Plentific Co-Founder und CEO, sagt: “Die Ergebnisse bieten einen einzigartigen Einblick in die Art und Weise wie der von Mietern dominierte, deutsche Immobilienmarkt mit wichtigen Reparaturen, Instandhaltungen und vor allem auch Sicherheitsanliegen umgeht. Um die Zufriedenheit erfolgreich durch die angebotenen Dienstleistungen zu steigern, müssen Mieter und Vermieter die Vorteile der neuesten Technologien nutzen. Die Digitalisierung steht hier klar im Fokus. Bei Plentific haben wir uns das zur Mission gemacht.“

Die Ergebnisse der Umfrage ergeben ein Meinungsbild, welches aufzeigt, wie Bewohner über Ihre Wohnungen, Ihre Vermieter und auch Ihre Erfahrungen als Mieter wirklich denken. Die im Auftrag von Plentific und von 3Gem durchgeführte Umfrage erkundigte sich bei 1.000 Mietern in Deutschland nach ihren Erfahrungen im Umgang mit Vermietern und Handwerkern und nach der Qualität und Sicherheit ihrer Wohnung. 

Die Umfrage macht deutlich, dass es bei der Kommunikation mit den Vermietern und bei der Sicherheit der Wohnung Probleme gibt. Sie zeigt aber auch, dass die Mieter sowohl im privaten als auch im sozialen Wohnungsmarkt weitgehend zufrieden mit ihren Wohnbedingungen sind und dass deutsche Vermieter sich im Allgemeinen gut um den Zustand ihrer Objekte kümmern. Vor allem in einer Zeit, in der durch die Pandemie mehr Zeit denn je zu Hause verbracht wird, ist die Zufriedenheit mit dem eigenen Zuhause ein wichtiger Faktor für das Wohlergehen der Menschen.

Qualität zahlt sich aus

80 % der Befragten finden zudem, dass ihre Wohnung komfortabel ist und fast drei Viertel schätzen den Zustand ihrer Wohnung als gut ein. Nur wenige Bewohner haben de facto ein Problem mit dem Zustand ihrer Wohnung, trotzdem geben 58 % an, bereits ein Problem in ihrer Immobilie miterlebt zu haben. Dies zeigt klar, dass die Zufriedenheit der Mieter noch verbessert werden kann.

Interessanterweise ist unabhängig davon, ob es sich um eine Privatwohnung oder eine Sozialwohnung handelt, der Grad der Zufriedenheit sehr ähnlich. Bei ersterem liegt die Zufriedenheit bei 73 %, bei letzterem sogar bei 78 %. Bei Sozialwohnungen steigt die Zufriedenheit um 9 %, wenn der aktuelle Zustand der Wohnung zum Zustand beim Einzug verglichen wird. Ein klarer Hinweis darauf, wie sehr durchgeführte und kontinuierliche Arbeiten die Zufriedenheit positiv beeinflussen. 

Gesundheits- und Sicherheitsrisiken

Gleichzeitig werden allerdings einige potenziell wichtige Sicherheitsaspekte oft übersehen und Vermieter sich unnötigen Risiken aus, wenn diese außer Acht gelassen werden. Die deutsche Gesetzgebung verlangt zum Beispiel, dass Heizungs- und Elektroanlagen geprüft und sicher sind, aber die Kosten für eine solche Wartung werden in der Regel auf die Mieter abgewälzt. Dies führt dazu, dass manche es vermeiden Probleme mit diesen zu melden. 

Die Antworten zeigen, dass 42 % der privaten und 56 % der Mieter von Sozialwohnungen ihre Gasanlagen in den letzten 12 Monaten nicht überprüfen ließen. Darüber hinaus wurden drei von zehn Anfragen zur Behebung von Elektro- oder Heizungsproblemen abgelehnt. 

Vermieter müssen sicherstellen, dass Sie alle Compliance-Probleme angemessen behandeln, da grundlegende Sicherheitsprüfungen verpflichtend sind. Die Automatisierung von Prozessen kann dabei helfen, sich einen Überblick über das Ablaufen von Zertifizierungen und Wartungsfristen zu verschaffen. 

Kommunikation und Einbeziehung der Mieter als Schlüssel zur Zufriedenheit

Die Fähigkeit, offen und frei mit dem Vermieter zu kommunizieren, ist entscheidend, um auf Probleme effektiv reagieren zu können. Eine wichtige Erkenntnis der Studie ist, dass ein kleiner, aber nicht unbedeutender Anteil der Befragten - einer von acht - sich im Umgang mit dem Vermieter unwohl fühlt. Gleichzeitig haben 20 % der Befragten Schwierigkeiten, überhaupt mit ihrem Vermieter in Kontakt zu treten. Es muss klar mehr getan werden, um die Kommunikation mit den Bewohnern zu verbessern.

Dies erklärt auch, warum viele Mieter das Bedürfnis haben, sich selbst um Handwerker zu kümmern. 37 % der Mieter geben an, Reparaturen und Wartungsarbeiten selbst organisiert zu haben. Von diesen Personen hatte nur ein Viertel die Erlaubnis ihres Vermieters. 

Dies ist aus zwei Gründen besorgniserregend: 1) dringende Probleme werden nicht effektiv erkannt und kommuniziert, so dass die Bewohner auf sich allein gestellt sind; 2) die Vermieter sind im Unklaren über den Zustand ihrer Immobilien und riskieren erhebliche Verluste durch dadurch unvorhergesehene notwendige Reparaturen am Ende des Mietverhältnisses. 

Reparaturen, Wartungen und Flexibilität

Im Allgemeinen haben die Mieter das Gefühl, dass auf Anfragen zur Instandhaltung gut reagiert wird. Die meisten (70 %) sind der Meinung, dass ihr Vermieter schnell auf ihre Anfragen reagiert. Im Durchschnitt dauert es sieben Tage, bis die angeforderten Arbeiten erledigt sind, für Bewohner von Sozialwohnungen geht es sogar einen Tag schneller. Trotzdem dauert es bei 28 % der Befragten über vier Wochen, bis die Arbeiten beginnen. 

Zusätzlich ist vor allem mangelnde Flexibilität bei der Mitbestimmung zur Terminierung von Arbeiten ein Problemfaktor. Die Befragung zeigte, dass nur 35 % der Mieter von Sozialwohnungen und 40 % aller privaten Mieter den Zeitpunkt ihrer Reparaturen selbst bestimmen können. 

Ein Viertel ist der Meinung, dass die Möglichkeit Termine zu vereinbaren, die Erfahrungen der Mieter mit der Vermietung insgesamt verbessern würde. Es ist wahrscheinlich, dass dies auch einen großen Einfluss darauf haben könnte, wie schnell ein Handwerker ein Problem beheben kann. Dies würde wiederum die Kostenbelastung für Mieter und Vermieter senken.

Um weitere Einblicke und spannende Informationen zu erhalten, können Sie gerne hier einen Blick in die Umfrage zur Mieterzufriedenheit werfen.